Verfügbarkeit

Nicht alle Verfügbarkeiten sind gleich

Was ist Verfügbarkeit?

Die Verfügbarkeit ist eine Möglichkeit, die Lebensdauer eines Systems zu messen. Verfügbarkeit kann definiert werden als die Länge der Zeit, in der ein System tatsächlich funktioniert (oder in Betrieb ist), geteilt durch die Zeit, in der das System hätte funktionieren können.

Was sind typische Verfügbarkeitsniveaus?

Systeme werden normalerweise nach ihrer Anzahl von "Neunen" in Verfügbarkeitsstufen segmentiert und mit Begriffen wie "hochverfügbar" und "fehlertolerant.” Wenn ein System in 99% der Zeit (zwei Neunen) verfügbar ist, bedeutet das, dass es in 1% der Zeit nicht verfügbar ist. In einem Jahr mit 525.600 verfügbaren Minuten können Sie davon ausgehen, dass ein "Zwei Neunen"-System für 5256 dieser Minuten oder für etwa 88 Stunden oder 4 Tage nicht verfügbar ist. Abhängig von Ihrem speziellen Kosten für AusfallzeitenDies kann teuer werden.

Verfügbarkeit Anzahl der Neunen Ausfallzeiten pro Jahr Oftmals beschrieben als
99.9% Drei Neunen 526 Minuten oder weniger Verfügbar
99.99% Vier Neunen 53 Minuten oder weniger Hochverfügbar
99.999% Fünf Neunen 5 Minuten oder weniger Fehlertolerant

Systeme, die mit einem höheren durchschnittlichen Verfügbarkeitsgrad von "vier Neunen" und "fünf Neunen" arbeiten, werden oft als "hochverfügbare" oder "fehlertolerante" Systeme bezeichnet.

Was sind gängige Methoden zur Erhöhung der Verfügbarkeit?

Es gibt mehrere bewährte Methoden, die von Unternehmen zur Verbesserung der Verfügbarkeit eingesetzt werden. Diese reichen von der Verbesserung der Systemzuverlässigkeit und Ausfallsicherheit über die Implementierung von Backup- und Wiederherstellungsverfahren bis hin zum Einsatz von redundanten Clustern (physisch oder virtuell) mit Failover-Diensten.

Robust, lüfterlos, Schutzart IP-40

Verwendung zuverlässiger und belastbarer Systeme

Eine Möglichkeit, die Verfügbarkeit zu verbessern, ist der Einsatz zuverlässigerer Systeme. Je robuster und zuverlässiger Ihr System ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ausfällt. Je weniger es ausfällt, desto länger läuft es weiter, und definitionsgemäß ist es auch länger verfügbar.

Ein verwandter Weg, um die Verfügbarkeit zu erhöhen, ist die Implementierung eines widerstandsfähigeren Systems - eines Systems, das sich nach einem Rückschlag schnell wieder erholen kann. Durch die Reduzierung der Zeit, die für die Reparatur des Systems und die Wiederaufnahme der Dienste benötigt wird, verringern Sie die Ausfallzeiten und erhöhen die Gesamtverfügbarkeit. Interessant ist, dass es weniger darauf ankommt, wie oft ein System ausfällt, wenn es sich jedes Mal schnell erholen kann.

Implementierung von Backup und Wiederherstellung

Verlässlichkeit und Belastbarkeit haben jedoch ihre Grenzen. In vielen Fällen müssen Sie sich nicht nur um die Systemverfügbarkeit, sondern auch um den Datenschutz und die Datenintegrität kümmern.

Unternehmen, die einen ganzheitlicheren Ansatz in Bezug auf die Verfügbarkeit verfolgen, sichern ihre Daten häufig regelmäßig und halten Ersatzsysteme im Bestand. Wenn ihre Produktionssysteme einen katastrophalen Ausfall erleiden, starten sie die Dienste auf ihren Ersatzsystemen neu und stellen die benötigten Daten aus ihren Archiven wieder her.

Die Einrichtung von Backup- und Wiederherstellungsdiensten erfordert einige Fähigkeiten. Und die Zeit für die Wiederherstellung kann je nach Anwendung, Datenmenge und Verfügbarkeit von Ersatzteilen zwischen einigen Stunden und einigen Tagen variieren.

Verwendung nativer und virtueller Clustering- und Failover-Dienste

Für einige Unternehmen kann es akzeptabel sein, den Dienst nach einigen Stunden oder einigen Tagen wieder aufzunehmen. Unternehmen mit höheren relativen Ausfallzeitkosten benötigen jedoch einen belastbareren Ansatz, sowohl für ihre Anwendungen als auch für ihre Daten.

Clustering und Failover verwenden dasselbe Prinzip wie Backup und Wiederherstellung, verkürzen jedoch die Zeit zur Wiederherstellung von Diensten, indem einige Dinge im Voraus erledigt werden, wie z.B. die Replikation von Systemen, so dass diese jederzeit wieder einsatzbereit sind. Mehrere Systeme werden kombiniert, und die Daten werden von diesen redundanten Systemen gemeinsam genutzt. Typischerweise fungiert ein System als primäres System, das den Benutzern den Zugriff auf Anwendungen und Daten ermöglicht, während ein sekundäres System als Backup fungiert, das entweder ruhend bleibt, bis es gebraucht wird (passiv) oder andere Anwendungen ausführt (aktiv). Im Falle eines Ausfalls des primären Systems wird die Anwendung auf das sekundäre System "ausfallen" und dort weiterlaufen, solange die Verbindungen zu den gemeinsam genutzten Daten hergestellt sind.

Mit dem Aufkommen von Virtualisierungstechnologien wurden Clustering- und Failover-Konzepte auf virtuelle Systeme ausgedehnt. Heute werden Virtualisierungs- und Clustering-Technologien eingesetzt, um physische Systeme und Failover-Anwendungen, die auf virtuellen Maschinen (VM) ausgeführt werden, zu kombinieren und dabei die Vorteile der VM-Portabilität zu nutzen.

Was bietet Stratus ?

Stratus bietet eine große Auswahl an edge computing Lösungen, die das gesamte Spektrum der Verfügbarkeit abdecken. Von reinen Softwareprodukten wie everRunbis hin zu Komplettlösungen wie ztC Edge und ftServer die Hardware, Software und Services umfassen, hilft Stratus den Kunden, hochverfügbare und fehlertolerante Workloads einfach und kostengünstig bereitzustellen.